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Jana & Simon | Schafstall Mahlstetten | 29.06.2024
Freie Trauung im Schafstall Mahlstetten: Jana und Simon feierten zwischen Freudentränen, Tattoos und ganz großen Gefühlen. Bericht von Michael Harter.
freie Trauung Schafstall Mahlstetten, Heuberg, Landkreis Tuttlingen, Trauredner Baden-Württemberg, Hochzeitsredner, freie Trauung
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Jana & Simon | Schafstall Mahlstetten | 29.06.2024

About This Project

Freie Trauung im Schafstall Mahlstetten: Jana & Simon zwischen Freudentränen, Tattoos und ganz großen Gefühlen

Es gibt Hochzeiten, die bleiben lange in Erinnerung. Nicht, weil sie größer, lauter oder aufwendiger sind als andere. Sondern weil sie authentisch sind. Weil sie zeigen, wer zwei Menschen wirklich sind.

Die freie Trauung von Jana und Simon am 29. Juni 2024 im Schafstall Mahlstetten war genau so ein Tag.

Bei herrlichem Sommerwetter und in einem harmonischen Farbkonzept aus Beige-, Weiß- und Naturtönen entstand schon beim Eintreffen der Gäste eine wunderbar ruhige und stilvolle Atmosphäre. Familie und Freunde waren zur freien Trauung im Schafstall Mahlstetten gekommen, um gemeinsam mit den beiden ihre Liebe zu feiern – und niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, welche emotionalen Überraschungen dieser Nachmittag noch bereithalten würde.

Eine besondere Wertschätzung

Für mich persönlich hatte diese Trauung noch eine ganz besondere Bedeutung.

Jana begleitet selbst seit vielen Jahren Hochzeiten als Fotografin. Sie kennt unzählige Locations, Abläufe und natürlich auch viele freie Trauredner. Umso mehr bedeutet es mir, wenn sich eine Kollegin aus der Hochzeitsbranche entscheidet, mich mit ihrer eigenen freien Trauung zu beauftragen.

Das ist kein Selbstläufer. Es ist vielmehr ein Vertrauensbeweis, den ich sehr zu schätzen weiß. Schließlich weiß kaum jemand besser, wie eine Trauung wirken kann, welche Momente in Erinnerung bleiben und worauf es wirklich ankommt.

Kennengelernt zwischen Schreibtischen und Kaffeepausen

Die Geschichte von Jana und Simon begann Anfang 2015 bei der Firma Metz Connect in Blumberg. Simon absolvierte dort seine Ausbildung, Jana arbeitete bereits im Unternehmen. Es waren zunächst nur flüchtige Begegnungen auf dem Flur. Ein kurzer Blick. Ein sympathisches Lächeln.

Jana erinnerte sich später schmunzelnd an ihren allerersten Gedanken: „Wow – der trägt aber coole Schuhe.“ Auch Simon war sofort beeindruckt. Doch zunächst blieb es bei einer freundschaftlichen Ebene.

Erst einige Monate später änderte sich alles. Kurz vor Weihnachten entdeckten sich beide zufällig auf einer Single-Plattform wieder. Telefonnummern wurden ausgetauscht – und plötzlich wurde über Weihnachten und Silvester nahezu rund um die Uhr geschrieben.

Schon wenige Tage später folgte das erste gemeinsame Mittagessen. Das erste richtige Date führte die beiden ins Kino. Seit dem 5. Januar 2016 gehen sie gemeinsam durchs Leben.

Gemeinsam die Welt entdecken

Schon früh verband Jana und Simon die Lust aufs Reisen. Sie verwirklichten einen Traum, von dem viele nur sprechen. Beide kündigten ihre Arbeitsplätze, verkauften nahezu ihren gesamten Besitz und starteten zu einer monatelangen Reise durch Südostasien.

Eine Entscheidung, die Mut erforderte. Eine Entscheidung, die ihre Beziehung noch enger zusammenschweißte. Wer über viele Monate rund um die Uhr zusammen unterwegs ist, lernt den anderen vermutlich besser kennen als in vielen Jahren Alltag.

Nach ihrer Rückkehr mussten sie sich gemeinsam wieder ein neues Leben aufbauen. Auch diese Herausforderung meisterten sie Seite an Seite.

Aus zwei wurde drei

Mit der Geburt ihrer Tochter Matilda veränderte sich das Leben der beiden noch einmal grundlegend. Aus einem Paar wurde eine kleine Familie.

Wer Jana und Simon erlebt, merkt schnell, dass Familie für beide nicht nur ein Wort ist. Sie ist Mittelpunkt ihres Lebens. Ihre Tochter war deshalb selbstverständlich auch ein wichtiger Teil dieser Zeremonie.

Denn genau darum geht es bei einer freien Trauung: nicht nur die Liebe zweier Menschen zu feiern, sondern ihre gemeinsame Geschichte.

Ein Heiratsantrag, der ganz anders kam als geplant

Eigentlich hatte Simon den perfekten Antrag längst geplant. Während einer Reise nach Thailand wollte er Jana fragen, ob sie seine Frau werden möchte. Doch manchmal schreibt das Leben seine eigenen Geschichten.

Nur wenige Tage vor der Abreise hielt Jana einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Thailand wurde kurzfristig abgesagt. Stattdessen ging es nach Holland. Der Ring blieb trotzdem im Gepäck.

An einem windigen Tag saßen die beiden gemeinsam auf einer Bank mit Blick aufs Meer. Jana kämpfte mit ihrer Schwangerschaftsübelkeit, Simon wartete auf den richtigen Moment. Zunächst überraschte er sie mit einem kleinen Plüsch-Elefanten. Dann zog er plötzlich den Ring hervor.

Völlig überwältigt fragte Jana immer wieder: „Ist das dein Ernst?“ Erst nach einigen Minuten brachte sie schließlich das entscheidende Wort heraus: Ja. Eine Geschichte, die beide bis heute mit einem Lächeln erzählen.

Der bewegendste Moment der freien Trauung

Jede freie Trauung hat ihren ganz eigenen Höhepunkt. Bei der freien Trauung im Schafstall Mahlstetten waren es sogar zwei.

Im Vorfeld hatten die beiden persönliche Briefe geschrieben – nicht nur füreinander, sondern auch für die Menschen, die sie auf ihrem bisherigen Lebensweg am engsten begleitet haben. Eltern. Geschwister. Trauzeugen. Freunde. Menschen, die sie geprägt, unterstützt und getragen haben.

Während der Zeremonie durften all diejenigen, die einen Brief erhalten hatten, diesen gleichzeitig öffnen und lesen. Es wurde still. Man hörte nur das Rascheln des Papiers. Dann flossen die ersten Tränen. Nicht aus Traurigkeit. Sondern aus tiefer Dankbarkeit. Aus Liebe. Aus echter Verbundenheit.

Es war einer dieser seltenen Momente, in denen Worte mehr ausdrücken konnten als jede große Geste. Doch damit war die Überraschung noch nicht vorbei.
Auch Jana und Simon selbst hatten sich einen ganz persönlichen Brief geschrieben. Worte, die nur für den jeweils anderen bestimmt waren. Während der Zeremonie überreichten sie sich diese Briefe – verbunden mit dem Versprechen, sie erst später, in einem ruhigen Moment zu zweit, zu lesen.

Ich finde diese Idee wunderschön. Nicht alles muss sofort ausgesprochen werden. Manche Gedanken entfalten ihre größte Wirkung erst dann, wenn sie ganz ohne Publikum gelesen werden können.

Genau solche persönlichen Rituale machen eine freie Trauung einzigartig. Sie erzählen nicht nur die Geschichte eines Paares – sie schaffen Erinnerungen, die weit über den Hochzeitstag hinaus bleiben.

Tattoos statt Trauringe

Auch nach der Zeremonie überraschten Jana und Simon ihre Gäste mit einer außergewöhnlichen Idee. Während viele Hochzeitspaare den klassischen Ringtausch wählen, entschieden sich die beiden für einen ganz persönlichen Weg.

 

Zwei Tätowiererinnen begleiteten den Tag. Nicht nur Jana und Simon selbst ließen sich direkt nach der Trauung tätowieren. Auch zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit und nahmen sich eine bleibende Erinnerung an diesen besonderen Tag mit nach Hause.

 

Eine wunderschöne Idee, die perfekt zu den beiden passte. Persönlich. Individuell. Und alles andere als gewöhnlich.

Der Schafstall Mahlstetten – eine traumhafte Hochzeitslocation

Der Schafstall in Mahlstetten gehört für mich zu den schönsten Orten für freie Trauungen auf der Heuberg-Hochebene im Landkreis Tuttlingen. Die Verbindung aus Natur, Weitblick und dem besonderen Charme der Location schafft eine Atmosphäre, die gleichzeitig entspannt und festlich wirkt.

 

Ich durfte hier bereits zwei Jahre zuvor eine freie Trauung im Schafstall Mahlstetten begleiten – damals allerdings bei deutlich wechselhafterem Wetter. Gerade an einem sonnigen Sommertag wie diesem entsteht hier ein Ambiente, das kaum schöner sein könnte.

Eine Hochzeit, die zeigt, worauf es wirklich ankommt

Jana und Simon haben eindrucksvoll bewiesen, dass eine freie Trauung im Schafstall Mahlstetten weit mehr sein kann als ein schönes Ja-Wort. Sie haben ihre Geschichte erzählt. Sie haben ihre Familie in den Mittelpunkt gestellt. Sie haben ihren wichtigsten Menschen Danke gesagt. Sie haben sich Zeit füreinander genommen.

Und sie haben ihre Hochzeit genauso gefeiert, wie sie selbst sind. Authentisch. Emotional. Kreativ. Mit ganz viel Herz. Genau deshalb wird mir dieser Tag noch lange in Erinnerung bleiben.

Liebe Jana, lieber Simon, vielen Dank für Euer Vertrauen, Eure Offenheit und dafür, dass ich Euch an einem der wichtigsten Tage Eures Lebens begleiten durfte. Dass sich eine Kollegin aus der Hochzeitsbranche für mich als freien Trauredner entschieden hat, empfinde ich bis heute als besondere Wertschätzung.

Ich wünsche Euch und Eurer kleinen Familie von Herzen, dass Ihr Euch auch in vielen Jahren noch genauso anschaut wie an diesem Sommertag bei Eurer freien Trauung im Schafstall Mahlstetten – voller Liebe, voller Vertrauen und voller Vorfreude auf alles, was noch vor Euch liegt.


Bilder:  Laura Belo Fotografie

Datum
Kategorie
Freie Trauung
Schlagwörter
Heuberg, Landkreis Tuttlingen, Schafstall Mahlstetten, Scheunenhochzeit

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